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2019-10-31 SG Slider

24. StadionGespräch: Sven Fischer und Prof. Dr. Bernd Wolfarth im Stadion An der Alten Försterei I Was kann Leistungsdiagnostik und Sportmedizin im Spitzensport leisten?

Wir freuen uns auf ein StadionGespräch der besonderen Art. Denn es wird um die Bedeutung der Sportmedizin im modernen Leistungssport gehen. Und das wollen wir nicht nur mit einem herausragenden Sportmediziner, sondern auch mit einem Leistungssportler besprechen, dessen Erfolge ihresgleichen suchen.

Dazu begrüßen wir Sven Fischer, den einstigen Biathleten aus Schmalkalden, deren Ehrenbürger er längst ist. Er zählt zu den erfolgreichsten Biathleten der jüngeren Vergangenheit und kann auf insgesamt acht Olympische Medaillen, 20 WM-Medaillen, 33 Weltcupsiege im Einzel und 24 in der Staffel zurückblicken. Aufgrund seiner Überlegenheit Ende der neunziger Jahre galt er als „Der Außerirdische“. Zu seinen besonderen Stärken zählte seine innere Ruhe und Ausgeglichenheit sowie seine hohe Konzentrationsfähigkeit. In diesem Sinne galt als sein Erfolgsrezept stets die Harmonie zwischen Körper und Geist. Nach seinem Rücktritt vom aktiven Sport im Jahre 2007 ist er beim Zweiten Deutschen Fernsehen als Biathlonexperte tätig.

Er wird begleitet von Prof. Dr. Bernd Wolfarth, der die Abteilung Sportmedizin der Charité Universitätsmedizin in Berlin leitet und Professor für Sportmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin ist. Unser Gast betreut als Sportarzt seit 1993 die Mitglieder der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft bei Olympischen Winterspielen, Weltmeisterschaften und Weltcup-Wettkämpfen. Zudem ist er seit vielen Jahren leitender Verbandsarzt des Deutschen Skiverbandes und betreute über die Jahre Athleten wie Felix Neureuther, Kati Wilhelm, Tobias Angerer, Magdalena Neuner, Michael Greis, Martin Schmitt und Laura Dahlmeier. Seit 2010 ist er leitender Olympiaarzt der deutschen OlympiaMannschaften bei Sommer- und Winterspielen. Im Jahr 2016 übernahm er die internistische Versorgung der Spielerinnen und Spieler von Union Berlin und seit dieser Saison versorgt die von ihm verantwortete Abteilung Sportmedizin der Charité auch im orthopädischen Bereich die Profi-Mannschaft des 1. FC Union Berlin.

Was macht eine gute sportmedizinische Betreuung im 21. Jahrhundert aus? Welche Bedeutung kommt der Leistungsdiagnostik und ihrer Abstimmung mit der Trainingsmethodik zu? Diese und weitere Fragen wollen wir mit unseren Gästen diskutieren. Es wird Einblicke in die Welt der Spitzensportler und den Belastungen geben, denen sie heute ausgesetzt sind. Und wir wollen das Verständnis für die Methoden der modernen Sportmedizin schaffen. Sven Fischer wird aber auch Geschichten aus seiner sportlichen Karriere zu erzählen wissen. Und natürlich wird es auch um die Aufgaben der Abteilung Sportmedizin der Charité bei der medizinischen Betreuung des 1. FC Union Berlin gehen.

Freuen Sie sich unter der Moderation von Matthias Killing auf interessante Einsichten aus erster Hand. Und natürlich wird es wie immer auch ausreichend Gelegenheit geben, Fragen an unsere Gäste zu stellen und mit ihnen ins direkte Gespräch zu kommen.


Sven Fischer .... wurde 1971 in Schmalkalden geboren. Er begann in der Leichtathletik als Mittelstreckenläufer und wechselte 1983 zum Wintersport, zuerst zum Langlauf, später mit dem Eintritt in die Kinder- und Jugendsportschule Oberhof zum Biathlon. Nachdem im Anschluss an einen 1989 erlittenen schweren Knorpelschaden im rechten Knie seine Karriere als Sportler schon besiegelt zu sein schien, erlangte er 1993 seine erste Top-Ten-Platzierung im Weltcup und konnte noch in derselben Saison seinen ersten Weltcupsieg im Sprint von Kontiolahti feiern. Es folgten eine Reihe von Erfolgen bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und im Weltcup: Insgesamt erzielte er acht Olympische Medaillen, 20 WM-Medaillen, 33 Weltcupsiege im Einzel und 24 in der Staffel. 1999 wurde Sven Fischer zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt ernannt. Im selben Jahr belegte er bei der Wahl zum Sportler des Jahres den dritten Platz. 2007 erklärte Sven Fischer seinen Rücktritt vom aktiven Leistungssport und steht seitdem dem Zweiten Deutschen Fernsehen als Biathlonexperte zur Verfügung. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.


Bernd Wolfarth .... wurde 1965 in Freiburg geboren. Nach dem Zivildienst nahm er 1986 ein Studium der Humanmedizin auf, das er 1992 mit dem dritten Staatsexamen beendete. 1993 schloss er seine Doktorarbeit in der Medizin ab. Nachdem er 1994 seine Approbation als Arzt erhalten hatte, arbeitete er in den Folgejahren zunächst als Assistenzarzt am Pathologischen Institut der Universitätsklinik Freiburg. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt arbeitete Bernd Wolfarth von 1996 bis 2003 als Assistent in der Abteilung Präventive und Rehabilitative Sportmedizin der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 2003 wurde er Facharzt für Innere Medizin und für Sportmedizin. 2003 trat er eine Stelle als Leitender Oberarzt der Abteilung Präventive und Rehabilitative Sportmedizin am Klinikum rechts der Isar an, 2011 schloss er seine Habilitation im Fachgebiet Innere Medizin ab. 2014 wechselte er nach Berlin und wurde dort Ordinarius für Sportmedizin an der Humboldt-Universität sowie Leiter der Ab
teilung Sportmedizin der Charité Universitätsmedizin Berlin. Zudem fungiert er als Fachbereichsleiter Sportmedizin am IAT Leipzig. Als Sportarzt betreute Bernd Wolfarth ab 1993 die Mitglieder der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft bei Olympischen Winterspielen, Weltmeisterschaften und Weltcup-Wettkämpfen, ab 2000 war er im Deutschen Skiverband leitender Arzt für die Disziplin Biathlon. Als Internist und Arzt am Olympiastützpunkt Bayern betreute er ab 2004 Athleten wie Felix Neureuther, Felix Loch, Tobias Angerer, Magdalena Neuner, Michael Greis und Georg Späth. In der Folge fungierte er u. a. als leitender Olympiaarzt bei zahlreichen Olympischen Spielen.


Matthias Killing .... wurde 1979 in Hagen geboren. Nachdem er zunächst beim Privatsender NRW.TV verschiedene Sendeformate moderierte, wechselte er 2009 zu ProSiebenSat.1, wo er die Nachfolge von Nadine Krüger im Sat.1-Frühstücksfernsehen antrat. Seit August 2010 moderiert er zusätzlich Ran - SAT.1 Fußball als Moderator und Field-Reporter die Champions- und Europa-League. Weiterhin ist er Moderator der DTM sowie Box-Sendungen bei SAT.1 und moderiert Formate wie „Das große ProSieben Promiboxen“ und „The Biggest Loser“. Als Sportmoderator war Matthias Killing zudem bei Sport1 und LIGAtotal! tätig. Er ist Vater eines Sohnes und Sympathisant vom 1. FC Union Berlin. „Ich mag den Verein, die Tradition, die Geschichte und die Stimmung und bin gern vor Ort“, so Matthias Killing.


Wir freuen uns über Ihren Besuch. Wir bitten um namentliche Anmeldung bis zum 23. Oktober 2019 bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

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